Die Geschichte
Nun hat Spirit etwas ganz Besonderes entdeckt! Er ist in seiner Erinnerungszeit noch einmal weit, weit zurückgeflogen. Da ist nicht nur Land, sondern auch ein Meer. Es teilt das Land in zwei Hälften. Auf der Gegenseite sieht er zwei Menschengruppen, die sich schnell bewegen. Eine grosse Gruppe mit Männern, Frauen, Kindern, Schafen und Rindern. Und eine etwas kleinere Gruppe, die hinter ihnen her zu sein scheint. Sie haben Streitwagen und Pferde. Sogar aus der Luft sieht Spirit, dass sie nichts Gutes vorhaben. Wohin soll die vordere Menschengruppe auch fliehen? Sie laufen direkt aufs Wasser zu. Da sitzen sie doch in der Falle!
Dann passiert etwas: Ein Mann löst sich aus der Gruppe und steht direkt ans Ufer des Meeres. Neugierig fliegt Spirit näher. Er erkennt Mose, dem er schon auf dem Berg mit dem brennenden Dornbusch begegnet ist. Mose streckt den Arm aus. Das Wasser scheint dieser Bewegung zu folgen. Es zieht sich langsam zur Seite zurück. Eine breite Strasse entsteht im Meer, und auf beiden Seiten entsteht eine Mauer aus Wasser. Die Menschengruppe stürmt los. Vorsichtig betreten sie die Strasse und als sie merken, dass sie tatsächlich nicht untergehen, laufen sie durch das Meer. Schnell, immer vorwärts! Spirit flattert aufgeregt mit.
Als alle am anderen Ufer sind, dreht sich Mose wieder um. Die Krieger haben sich mittlerweile auch auf die Strasse gewagt, so nahe waren sie schon. Aber als Mose den Arm wieder ausstreckt, kommt das Wasser zurück und schwemmt die Krieger weg.
Spirit schlägt ein paar elegante Loopings und Sturzflüge in der Luft vor Freude. Alle, die zu Mose gehören, sind gerettet! Auch in der Menschengruppe unter ihm gibt es Bewegung. Mose redet zu allen Menschen. Er dankt Gott dafür, dass er ihnen durch das Meer geholfen hat. Seine Schwester, Mirjam, will nicht reden und nicht stillsitzen. Sie packt ihre kleine Handtrommel und beginnt zu singen und zu tanzen. Alle Menschen tanzen hinter ihr her – so sehr freuen sie sich.
Spirit pfeift vergnügt vor sich hin, soweit er das als Taube kann. Was könnte er nur tun, wenn er sich so freut? Ein Lied kommt ihm in den Sinn: Wenns di fascht verjagd vor Freud, denn klatsch id Händ! Das ist schwierig für eine Taube. Aber er kann stattdessen mit den Flügeln flattern, das ist auch gut. Wie wohl andere sich freuen?
Dankbarkeit verändert unseren Blick aufs Leben. Wenn wir innehalten und bewusst wahrnehmen, wofür wir dankbar sind, öffnet sich unser Herz für das Gute.
«Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.»
Psalm 107,1
Aktion
Benenne drei Dinge, für die du dankbar bist und erzähle sie jemandem. Oder mach ein Foto!
Wofür bin ich dankbar?
Gebet
Gütiger Schöpfer, wir danken dir für das uns geschenkte Leben. Inmitten der Höhen und Tiefen erkennen wir die Kostbarkeit jedes Moments. Lass uns achtsam sein und die Fülle des Lebens in Dankbarkeit erleben. Amen.